Schutz der Braunbrustigel – Info des OGV Egg-Großdorf

Liebe Bevölkerung!

Unser heimischer Braunbrustigel braucht dringend eure Unterstützung. Sein Bestand ist in Europa in den letzten zehn Jahren stark zurückgegangen, seit 2024 steht er sogar auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Doch wir können etwas tun! Schon kleine Maßnahmen helfen unserem stacheligen Gartenbewohner – und vielen anderen Wildtieren.

 

Bitte lasst Mähroboter nur tagsüber laufen

_Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und damit genau dann unterwegs, wenn viele Mähroboter arbeiten.

_Bei Gefahr rollen Igel sich ein und sind den scharfen Messern schutzlos ausgeliefert – es kommt auch trotz moderner Sensortechnik immer wieder zu tödlichen Verletzungen.

 

Achtet auf versteckte Tiere bei Trimmer-Arbeiten

_An warmen Tagen schlafen Igel oft ausgestreckt unter Hecken und Büschen. Ihre Tarnung schützt sie leider denkbar schlecht vor Gartengeräten.

_Igelmütter und Jungtiere verbringen den Tag gerne in „wilden Ecken“.

_Ein sorgfältiger Blick unter die Hecke vor dem Schneiden kann viel Tierleid verhindern.

 

Weitere Tipps für einen igelfreundlichen Garten

_Laubhaufen, Kompost und Holzstapel vorsichtig umsetzen: Ein Igel könnte dort sein Schlafnest oder sogar seine Kinderstube eingerichtet haben.

_Müllsäcke immer aufrecht lagern: Igel verkriechen sich gerne darin. Daher erst kurz vor der Abholung hinausgestellt.

_Kellerschächte und Rohre sichern: Sie wirken wie gemütliche Schlafplätze, Igel können sich aber vielfach nicht mehr selbst daraus befreien.

_Denkt bitte auch an Ausstiegshilfen bei Pools und Teichen, sonst können diese zu Todesfallen für Igel und andere Tiere werden.

_Zäune stellen oft unüberwindbare Hindernisse für Igel dar. Schon ein 12×12 cm großer Durchlass erleichtert Igeln die Futter- und Partnersuche.

_Eine flache Schale mit frischem Wasser bereitstellen: Das kann zu jeder Jahreszeit lebensrettend sein – nicht nur für Igel, sondern auch für viele andere Gartenbesucher.

 

Wer Igel zusätzlich unterstützen möchte, kann dies durch eine Zufütterung in einem katzensicheren Futterhaus tun. Da sich Igel über Schnecken und Regenwürmer mit gefährlichen Parasiten infizieren können, sollten diese keinesfalls verfüttert werden. Pflanzliche Nahrung und Vogelfutter können Igel nicht verwerten. Bietet ihnen stattdessen zucker- und getreidefreies Katzentrockenfutter oder getrocknete Soldatenfliegenlarven an, jedoch keine Mehlwürmer.

 

OGV Egg-Großdorf

Deine Meinung

  1. bietet einen natürlichen Sicht- und Windschutz, sowie Unterschlupf für Vögel, Igel, Insekten und Kleinsäuger, Brutplätze für Heckenbrüter (z.B. Amseln, Zaunkönige) und Überwinterungsort für viele Arten.
  2. sind nicht nur für Igel gefährlich - sie sind grundsätzlich ökologischer Unsinn!!