Egg und Bezau für den Architekurpreis nominiert

„Nutzen, was da ist!“: Unter diesem Motto rückt der fünfte Baukulturgemeinde-Preis das Potenzial bereits bestehender Gebäude, Flächen und Strukturen in den Mittelpunkt. Aus Vorarlberg haben es die beiden Gemeinden Egg und Bezau in die Endauswahl geschafft. Der Architekturpreis wird in Österreich alle vier Jahre verliehen.

 

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Baukulturgemeinde-Preis werden alle vier Jahr Bauprojekte, die die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden verbessern. Das Motto heuer: „Nutzen, was da ist!“ – also das Potenzial bestehender Gebäude, Flächen und Strukturen ausschöpfen, egal ob durch Umbau, Weiterbau oder kreative Nutzung.

Bis zum Einsendeschluss im November haben 44 Gemeinden in ganz Österreich Projekte eingereicht, darunter auch die Vorarlberger Gemeinden Bezau und Egg. Sie haben es auch unter die 14 für den Preis nominierten Gemeinden geschafft.

 

Bezau will keinen neuen Boden verbrauchen

In Bezau lobte die Jury das konsequente Prinzip, keinen neuen Boden zu verbrauchen. Die Gemeinde zeige beispielhaft, wie baukulturell hochwertige Lösungen mit Strategie und Bürgerbeteiligung realisiert werden können. Ein Beispiel: Das Lernhaus, das im November 2025 eröffnet wurde und Kindergarten und Volksschule unter einem Dach vereint.

 

„Posthus“ in Egg als „Symbol der Mitte“

In Egg steche laut Jury vor allem das neue „Posthus“ als markante Architektur hervor. Die Projekte und Maßnahmen der Gemeinde Egg würden hohe baukulturelle Qualität aufweisen, vorbildliche öffentliche Räume aufzeigen und lokales Wissen aus der Region einbinden. „Es war uns als Architekten von Anfang an sehr wichtig, an diesem Ort in Egg ein sehr einfaches, klares und starkes Gebäude zu entwerfen“, erklärt Architekt Philipp Lutz. „Ein Gebäude, das als klares Symbol für die Mitte zur Verfügung steht, von allen Seiten schnell erkennbar und durch die Orientierung mit einem einzigen Eingang soll es auch einen öffentlichen Platz bespielen.“

 

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Deine Meinung

  1. Die Höhe der Miete steht in Relation zu den Errichtungskosten. Wenn diese hoch sind, müssen auch die Mieten hoch sein, damit sich so ein Projekt wirtschaftlich finanziert. Diese Miete muss man sich dann auch leisten können...
    Ich habe heute gesehen, dass eine 2 Zimmer Wohnung im Posthus zu haben ist. Leider steht kein Preis dabei
  2. Höhere Grundsteuern, Leerstandsabgabe,etc. bringen die "Gemeindeschulden" mittel- bis langfristig schon wieder ins Lot....falls nicht, erfindet man einfach eine neue Abgabe....
  3. Beim posthus könnte man die Mieteinnahmen gegenrechnen.
    Beim bienenhaus geb ich dir Recht.
  4. Wurden die Baukosten/Quadratmeter auch bewertet? Beide Gebäude sind zweifelsohne schön geworden. Allerdings kostet das auch. Da darf man sich echt nicht wundern warum die Gemeindekassen so leer sind. Der Standard Häuslbauer kann sich diesen Luxus auch nicht leisten. Vielleicht sollte man sich daran orientieren - dann wären die Kassen zukünftig auch wieder voller und man hätte trotzdem eine Schule, ein Dorfzentrum oder einen Kindergarten...