Aktueller Stand und weitere Entwicklung von Schetteregg
Die nachfolgenden Informationen basieren auf einer offiziellen Mitteilung des Investors Jürgen Sutterlüty und der SCA GmbH, die die Anlagen des Skigebiets Schetteregg aus der Insolvenz übernommen hat.
Am 10. August 2026 wurde in der Vollversammlung der Alpe Gemeine Brongen und Tristen über die langfristigen Verträge für das geplante Ganzjahreskonzept in Schetteregg abgestimmt. Zuvor hatte die Vollversammlung dem Sommer-Konzept im März mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Auf dieser Grundlage wurden die Verträge ausgearbeitet, rechtlich geprüft sowie Planungen, Behördenverfahren und technische Vorbereitungen vorangetrieben.
Bei der Abstimmung am 10. August stimmten 58 beziehungsweise 60 Prozent der Weiderechte für die beiden Verträge. Die laut Satzung erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde jedoch nicht erreicht. Damit können die Vereinbarungen trotz klarer Mehrheit nicht umgesetzt werden.
Das Ergebnis ist dabei weder als geschlossenes Nein der Alpe noch als generelles Nein der Region zu verstehen. Die klare Mehrheit der Weiderechte hat die Verträge unterstützt. Nahezu alle anderen betroffenen Grundeigentümer und Alpen haben ebenfalls konstruktiv mitgearbeitet. Insgesamt wurden rund 70 Vereinbarungen abgeschlossen oder vorbereitet.
Kein Winterbetrieb 2026/27
Durch die aktuelle Beschlusslage fehlt für das gemeinsam entwickelte Gesamtprojekt die notwendige langfristige Absicherung und Planungssicherheit. Von Beginn an wurde klar kommuniziert: Einen Winterbetrieb wird es nur gemeinsam mit einem tragfähigen Sommerbetrieb geben.
Schetteregg wird daher im Winter 2026/27 nicht geöffnet. Weitere damit verbundene Investitions- und Vorbereitungsmaßnahmen werden nicht ausgelöst. Zum aktuellen Zeitpunkt besteht für das bisher entwickelte Gesamtmodell keine tragfähige Lösung.
Die Auswirkungen reichen dabei weit über eine einzelne Wintersaison hinaus. Die vorgesehenen Vereinbarungen waren auf eine Laufzeit von 20 Jahren ausgelegt. Allein die vorgesehenen Pacht- und Nutzungsentgelte für Alpen und Grundeigentümer belaufen sich über diesen Zeitraum auf deutlich mehr als zwei Millionen Euro. Hinzu kommen Einnahmen- und Wertschöpfungspotenziale in weiterer Millionenhöhe für Mitarbeitende, Skischule, Vereine, Beherbergungsbetriebe, Gastronomie, Vermieter, Landwirtschaft, Lieferanten und weitere regionale Unternehmen.
Auch die rechtlichen Auswirkungen des nun erfolgten Kurswechsels werden geprüft. Bis zum Abschluss dieser Prüfung werden sämtliche Rechte ausdrücklich vorbehalten.
Der Glaube an Schetteregg ist unverändert
Was in den vergangenen Monaten gemeinsam geschaffen wurde, ist nicht verloren: die Übernahme aus der Insolvenz, die breite Unterstützung der Grundeigentümer und Alpen, rund 70 Vereinbarungen, weit fortgeschrittene Planungen und Behördenverfahren sowie ein tragfähiges Konzept für ein ganzjähriges Familiengebiet.
Jürgen Sutterlüty zur aktuellen Situation:
„Mein Glaube an Schetteregg und an das außergewöhnliche Potenzial dieses Standorts ist unverändert.“
Jeder weitere Schritt muss jedoch auf gesicherten Rechten, verlässlichen Vereinbarungen und einer langfristig tragfähigen Grundlage aufbauen. Die aktuelle Situation und die daraus entstehenden Konsequenzen werden nun bewertet. Über die nächsten Schritte informieren wir, sobald belastbare Entscheidungsgrundlagen vorliegen.
Weitere Medienberichte:
2026_08_20-Artikel-Die-Neue.pdf
schetteregg.at/wp-content/uploads/2026/08/2026_08_20-Artikel-VN.pdf

