Nachbericht Vortrag Hospiz (Arche Egg)
Der Vortrag „Sterben zu Hause – Begleiten, wenn das Leben leise wird“ zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ein würdevoller und vertrauter Rahmen am Lebensende ist.
Dabei wurde deutlich, dass das Zuhause für viele Menschen ein Ort von Sicherheit, Nähe und Selbstbestimmung ist, an dem Abschied in Ruhe und im eigenen Tempo stattfinden kann.
Referentinnen des Abends waren Carmen Fröwis, psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflegerin, sowie zertifizierte Trauerbegleiterin, und Magdalena Rüf, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Die beiden blicken auf einige Jahre Berufserfahrung auf der Palliativstation zurück.
Mit großer Fachkompetenz, Empathie und spürbarem Engagement gestalteten die beiden jungen Frauen einen stimmungsvollen und sehr berührenden Vortrag.
Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Rolle der Angehörigen: Sie müssen keine Pflegeprofis sein – Mitgefühl, Präsenz und liebevolle Begleitung stehen im Vordergrund. Auch typische Veränderungen und Symptome am Lebensende wurden einfühlsam erklärt, ebenso wie konkrete Möglichkeiten, wie Angehörige unterstützen können – durch Ruhe, Gespräche, kleine Gesten und emotionale Sicherheit.
Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung von Ritualen, die Halt und Orientierung geben, sowie der bewusste Umgang mit den ersten Stunden nach dem Tod.
Auch organisatorische Schritte wurden verständlich aufgezeigt. Insgesamt vermittelte der Vortrag sowohl fachliches Wissen als auch Trost und Zuversicht im Umgang mit Abschied und Trauer.
Im Anschluss gab es für die Besucher*innen noch Zeit und Raum, um Fragen zu stellen Die rege Teilnahme an den Gesprächen zeigte deutlich, dass die Inhalte des Vorgetragenen gut angekommen sind.
Besonders erwähnenswert war auch ein Statement von Pfarrer Friedl, dass er diese „besondere Atmosphäre“ während einer Krankensalbung und auch am Sterbebett sehr schätze und als etwas sehr Wertvolles und Kostbares wahrnehme.
Die Veranstaltung im Pfarrzentrum Arche in Egg war mit rund 100 Besucher*innen sehr gut besucht und zeigte das große Interesse an diesem sensiblen Thema. Besonders erfreulich war die breite Teilnahme von Fachpersonen, Ehrenamtlichen sowie Betroffenen und Angehörigen – ein starkes Zeichen der Vernetzung im Bregenzerwald.
Text und Fotos: Heike Fink | Koordinatorin Hospizteams Bregenzerwald und Kleinwalsertal | 0677 8842 05 113




