Blaulicht-Coup beim Bratenstehlen in Rankweil

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Der Rankweiler Feuerwehr gelang am Gumpigen Donnerstag wieder einmal ein spektakulär inszenierter Raubzug: Dank filmreifer Ablenkungsmanöver konnten die Diebe in zwei Rankler Gaststätten zuschlagen und jeweils einen Braten mit Beilagen erbeuten. Angeblich soll sogar die Polizei an den Taten beteiligt gewesen sein, es gilt die Unsinnsvermutung.

 

Das Bratenstehlen ist ein typisch alemannischer Fasnats-Brauch am sogenannten „Gumpigen Donnerstag“, dem Donnerstag vor dem Höhepunkt der Fasnacht. Dieser Tag läutet den eigentlichen Hochfasching ein und traditionell treiben an diesem Tag in ganz Vorarlberg die Bratendiebe ihr Unwesen.

 

 

 

Spektakuläre Ablenkungen inszeniert

 

Dienstkleidung und Feuerwehrfahrzeuge sollten die Gastleute in trügerischer Sicherheit wiegen. Als Ablenkungsmanöver diente ein Bobby-Car-Rennen mit spektakulärem Crash auf der Straße vor dem Gasthaus Mohren. Eine zweite Bande inszenierte mit bengalischem Feuer und einem Rauchgerät in der Gartenanlage beim Rankweiler Hof einen eindrucksvollen Brand. Zudem gaben Polizeibeamte vor, im Dienst zu sein, standen jedoch in Tat und Wahrheit auf der Seite der böswilligen Feuerwehr. Sie erwartete ein Disziplinar-Verzehren, wie sich wenig später zeigte.

 

Am Schluss feierten Diebe und Beklaute

Sowohl im „Gasthaus Mohren“ als auch beim „Rankweiler Hof“ gelang den Bratendieben nämlich ihr dreister Coup. Die arglosen Gastronomen waren wohl allzu leichtgläubig und den Erfolg ihres Raubzugs feierten die Schurken alsbald mit den gutmütigen Bestohlenen im Feuerwehrhaus – bei dem feinen Essen, das die Wirte vorsorglich für den Fall eines traditionellen Raubzugs zubereitet hatten.

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